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Donnerstag, der 09. September 2010

 
  Bilder aus Cottbus

Cottbus, die grüne Stadt der Parke, ist seit 1969 meine Heimatstadt. Der Altmarkt, die barocken Bürgerhäuser und Kirchen im Stadtzentrum, der Branitzer Park und das schönste Jugendstiltheater Europas sind einige Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, welche ich versucht habe auf Bildern festzuhalten. Unterteilt in die folgenden Kategorien gibt es sie in dieser Rubrik zu sehen.



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  Geschichtliches zu Cottbus

Cottbus entstand am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelsstraßen, die zum einen Mitteldeutschland mit Schlesien (Magdeburg mit Wroclaw) und zum anderen Frankfurt/Oder mit Dresden verband. Die Siedlungsgeschichte im heutigen Stadtgebiet läßt sich bis zu 3000 Jahren zurückverfolgen:


  • 3./4. Jahrhundert: germanische Siedler im Altstadtberich ansässig

  • 8. Jahrhundert: die Lusici, ein westslawischer Stamm, zum Verband der Sorben gehörend, siedelten in der Region

  • 10. Jahrhundert: die Sorben/Wenden erbauten am Westufer der Spree einen mittelslawischen Burgwall (heute Schloß- bzw. Gerichtsberg)

  • 11./12. Jahrhundert: Im Schutze der slawischen Burg legten die Wenden eine Vorburgsiedlung an, die sich zu einer frühstädtischen Siedlung (Surburbium) entwickelte

  • 1156: erste Urkundliche Erwähnung

  • 13. Jahrhundert : im Zuge der Eroberung und Kolonisierung des Ostens durch die Deutschen wurde die Burg mit einem kaiserlichen Burggrafen besetzt. Mit der planmäßigen Anlage der Stadt wurden immer mehr Deutsche hier seßhaft. Wenden und Deutsche leben seither gemeinsam in dieser Stadt.

  • von 1199 - 1445: herrschte in Cottbus ein fränkisches Adelsgeschlecht. Der Krebs, ihr Wappentier, ging in die frühere Stadtsiegel und das spätere Stadtwappen ein.

  • 1405/1406: Johann III. erteilt den Tuchmacher- und Leineweberzünften ihr Privileg

  • ab 1445: steht Cottbus unter Brandenburgischer Herrschaft (mit Ausnahme der Zeit von 1807 - 1815)

  • 1501: Cottbus erhält Privileg zum Abhalten der Biermeile und der jährlichen Durchführung von zwei Wollmärkten. Dies weist auf die Bedeutung von Cottbus in jener Zeit hin.Cottbuser Tuche waren bald in Böhmen, Sachsen und Brandenburg begehrt.
    Pestepedemien und verheerende Stadtbrände im Laufe der Geschichte aber auch die jahrzehntelange Besatzung nach Ausbruch des 30jährigen Krieges brachten Zerstörung, Not und Elend für die Stadt und warfen sie in ihrer Entwicklung zurück.

  • zu Beginn des 18. Jahrhunderts erlebte Cottbus mit der Ansiedlung französischer Hugenotten wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Sie führten neue, bisher unbekannte Gewerke wie Seidenraupenzucht, Tabakanbau und Strumpfwirkerei ein und belebten Handwerk und Handel. Cottbuser Tuche waren jetzt in Dänemark, Schweden, im Elsaß und in Amerika bekannt.

  • 1815 : Cottbus sowie die ganzen Niederlausitz, die bis dahin sächsisch war, wird nach den Bestimmungen des Wiener Kongresses Preußen unterstellt.

  • 19. Jahrhundert : mit zunehmender Industrialisierung (Textilindustrie und Braunkohleförderung) und durch kommunale Selbstverwaltung erfährt die Entwicklung der Stadt einen bedeutenden Aufschwung. Cottbus wird zum Zentrum der Niederlausitz - zu einer Industriestadt mit moderner Infrastruktur, Kultur- und Sozialbauten aber auch zu einer grünen Stadt ausgebaut.

  • ab 1957 wird Cottbus als Bezirkshauptstadt zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten der DDR.

  • 1976 : Cottbus erhält den Status einer Großstadt

  • 1990 : mit der deutschen Einheit begann durch die Privatisierung der Wirtschaft ein tiefgreifender Strukturwandel in Stadt und Region. Als Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum erfüllt Cottbus heute die Funktion eines Oberzentrums im Süden Brandenburgs.

  • 2006 : die Stadt feiert ihr 850.-jähriges Bestehen. Anläßlich dieses Jubiläums fand am 18.06.2006 ein großer Festumzug statt.
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